Bei seinem Erscheinen in den späten 90ern war der Porsche Boxster fraglos eines DER Highlights der gerade neu boomenden Cabrio-Szene.

Porsche Boxster Cabrio
Wer den nicht sexy findet, kann gleich wieder gehen
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Auch innen schnuckelig, wertig und toll anzufassen – auch bei Exemplaren, die gute 15 Jahre alt sind. Der Porsche Boxster kann von jetzt ab eigentlich nur noch teurere werden

Hier kam alles zusammen: einmal war der Wagen ein Porsche, dann war er bildhübsch – und obendrein war er verhältnismäßig erschwinglich für einen Porsche. Wer vorher ein Porsche Cabrio kaufen wollte, musste etwa doppelt so tief in die Tasche greifen.
Heute gilt das umso mehr, sofern man sich nach einem gebrauchten Boxster umsieht. Tatsächlich können hier und da mal Träume zum Polo-Preis wahr werden, denn den Boxster gibt es hier und da schon für verhältnismäßig schnuckelige 10.000€, für 12.000 bis 15.000 kann man sogar schon richtig dekorative Exemplare erwerben, die dann nicht einmal hohe Laufleistungen haben müssen, sondern teilweise schon mit 80.000KM auf dem Tacho daherkommen – aber Vorsicht: auch beim Boxster wurde gerne mal der Tacho zurückgestellt, was lange Zeit sehr einfach war. Porsche Händler können das jedoch erkennen – eine eingehende Prüfung vorab lohnt also in jedem Falle.
Das gilt generell für den Boxster, denn der Wagen ist im Kern zwar ausgezeichnet verarbeitet und ebenso mechanisch solide wie haltbar – Wartung muss aber schon sein – und hier hat der eine oder andere Schnäppchenjäger eben gespart und lieber mal Öl aus dem Baumarkt genommen. Das ist generell einer der schwierigen Punkte: Die Inspektionskosten des Boxster beim Porsche Händler sind eher hoch. Ersartzteile für Ausstattungen wie das Navi eher unerschwinglich.
Dennoch: die meisten Wagen haben eine gute Historie als solider Zweitwagen aus gutem Hause.
porsche_boxster_1Die Maschine mit ihren 204PS aus der ersten Serie ist völlig ausreichend, obwohl manch einer sagen wird, dass ein Passat TDI ja heute auch schon soviel Saft hat. Die Leistungsentfaltung ist ein Traum – zudem macht der Porsche doppelt Spaß, weil er für seine Fahrleistungen und Straßenlage nicht in die Extreme gehen muss. Der Wagen ist besser gefedert, als mancher besser gefederte Wagen und verspricht.
Selbst der Verbrauch geht okay. Die ganz frühen Exemplare brauchen 13, die ab 1999 eher 11,5, es geht aber auch bedeutend weniger.
Ganz wichtig für die Fahrfreude: ESP sollte selbst für erfahrene Fahrer an Bord sein – bei Nässe kommen sonst auch Fachleute im wahrsten Sinne des Wortes ins Schleudern. Grundsätzlich aber ist das Fahrwerk ein Abstimmungstraum ohne sinnlose Härte.
Ein Traumwagen – Punkt