Golf Cabrio
Der Dreier Golf unterscheidet sich eigentlich nur hinten und vorne optisch so richtig – im Herzen ist er gleich
Nachdem es kein Cabrio des Golf II gab, was Fans dieses Fahrzeugs bis heute bedauern, ist der Golf III der legitime Nachfolger des Golf I Cabrios.
Am Ende seiner langen Bauzeit spendierte VW dem Golf III Cabrio sogar die Front des zu dieser Zeit gebauten Golf IV, sowie einige Versatzstücke des Innenraumdesigns des Golf IV. In dieser Form wurde dieser dann bis zu seinem Dienstzeitende im Jahr 2003 weitergebaut.
Von allen Golf Cabrios ist diese letzte Version zweifelsfrei die ausgereifteste von allen. Die Mischung aus Golf IV-Front und Golf III-Heck zeigt auf gewisse Weise sogar, wie zeitgemäß oder zeitlos das Design des Golf III-Cabrios tatsächlich war.
Wer heute einen Golf III als Cabrio erwirbt, sollte mit diesem technisch problemlosen und erstaunlich anspruchslosen Wagen immer noch eine lange Beziehung eingehen können. Die Preise spiegeln das immer noch wider – und ignorieren dabei den schlimmen Rost an den vorderen Koflügeln, den sie alle haben, ebenso wie die Rostneigung unter den Türen.volkswagen_golf_3_cabrio_3
Wie bei allen Golfs ist das Fahrverhalten narrensicher und auch auf schlechtem Untergrund verlässlich und narrensicher – wem die grundsätzlich guten Anlagen jedoch nicht ausreichten, für den hielt VW ab ende der Neunziger auch eine Version mit ESP bereit. Diese Option wurde jedoch nur selten gewählt und spielt auf dem Gebrauchtwagenmarkt eine untergeordnete Rolle. Sie ist – wie gesagt – auch verzichtbar.
Ähnlich selten sind Diesel-Modelle. Diese bot VW zwar an, die hart nagelnden Diesel der frühen TDI-Generationen schienen – speziell in der 90PS-Version – jedoch in einem offenen Auto aus akustischen gründen deplaziert.
Seriöser
Seriöser
Aus wirtschaftlicher sicht machen die Diesel-Motoren jedoch Sinn: die verbauten Benziner sind keine Kostverächter – vor allem der häufig zu findende 115PS 2Liter-Vierzylinder kann nicht an die ökonomische Spritverwertung zahlreicher Vorgänger anknüpfen.
Eine gute Wahl ist daher der 1.6er mit 100PS, der auch nicht wesentlich schlechter zu Werke geht, im Schnitt aber einen bis anderthalb Liter sparsamer fährt und obendrein die besseren Versicherungseinstufungen hat.