Escort Cabrio – unser Winner aus dem Selbstversuch – und heute hatten wir mit dem 92er Youngtimer die erste Ausfahrt ds Jahres 2014.

Offen – da, wo Du alle Geräusche eines alten Autos zu hören bekommst…

Escort Cabrio
Ausnehmend geiles Wetter für die erste Ausfahrt – und natürlich wie immer die Sonnencreme vergessen. Eine Tankstelle schafft Abhilfe, aber die Haut spannt schon leicht

Nach den ersten 100 Kilometern bei Traumwetter sind wir erst einmal positiv überrascht. Man darf nicht vergessen: wir sitzen hier in einem 1200€ Auto – da schraubt man vielleicht intuitiv seine Erwartungen ein wenig runter – aber dennoch: Das Escort Cabrio macht eine erfreulich gute Figur, überraschend gut.

Escort Cabrio
Man muss genau hinschauen – aber der Cabrio-Sommer-Bote RAPS ist da im Vordergrund zu sehen 😉

Die Karosserie des Wagens ist erfreulich verwindungssteif und kann auch mit Bodenwellen umgehen – nach 22 Jahren fühlt sich das gar nicht an.

Der Innenraum ist einfach aber ausreichend. Keine Effekthascherei. Mit Windschott wird es bis etwa 130 KM/H sehr erträglich im Innenraum – dann kippt die Akustik ohnehin komplett – ob mit Windschott, ohne Windschott oder sogar geschlossen…

Aber das geht okay. Und langsamer ist eh geiler, weil wir mehr von unserer neuen CD haben 😉

Escort Cabrio
Weg… Ziel… Die erste Ausfahrt verläuft ausgezeichnet

Unterwegs treffen wir bei Traumwetter die ganzen MX-5 und BMW Z3 Riege, hin und wieder ein repräsentatives Benz-Cabrio – und wir fühlen uns nicht einmal schlecht.
Beim ersten größeren Stop nervt das Verdeck, das man zwar elektrisch auf bekommt, aber nicht wieder zu. Aber irgendwann erinnert man sich auch, dass das eigentlich früher auch ganz gut ging. Und soooo ein Akt ist das manuelle Umklappen dann eigentlich auch nicht.

Das Fahren im Youngtimer gewinnt mit jedem Kilometer. Wir haben ja schon öfter den verdacht geäußert, dass Youngtimer die besseren Cabrios sind – und selbst dieser einigermaßen moderne Youngtimer bestätigt das mal wieder. Die halbwegs senkrechte Scheibe schlägt dir nicht beim Einsteigen ins Gesicht. Das Fahren ist sehr ursprünglich und echt. Du schaltest sehr manuell, bremst ausreichend früh und kommst irgendwie runter. Ein Wagen dieses Alters hat es nicht anders verdient. Aber er entschädigt mit diesem Echten, dieses Fahrerische, auf das man sich noch konzentrieren muss. Und der Wagen ist leicht – das hat man schon beinahe vergessen, wie das eigentlich ist. der 105 PS Motor mit 1,8 Litern zieht sauber durch, braucht kaum Drehzahlen – 105 PS treffen auf 1180 Kilo – das ist ein ausgezeichnetes Leistungsgewicht – immerhin war das mal ein XR3 Motor.

Alles in allem sind wir sehr zufrieden mit der ersten Ausfahrt und mal wieder angenehm überrascht: Offen Fahren ist doch irgendwie klassenlos und nicht nur eine Frage des Geldbeutels.