Chrysler Crossfire Cabrio
Das Chrysler Crossfire Cabrio macht überall eine gute Figur. Darüber hinaus wirkt der Wagen weit teurer, als er es in Wirklichkeit ist

Schaut man dem Chrysler Crossfire Cabrio unters Blech, so kommt die zunächst scheinbar ernüchternde Erkenntnis, dass es sich eigentlich um einen Mercedes SLK der ersten Serie handelt, wie er vor gut 15 Jahren auf den Markt kam. Bei genauerer Betrachtung entpuppt sich diese Verwandtschaft jedoch als ein feines Gen – stellt doch der SLK bis heute eine zeitlos gute Basis dar.
Weniger charmant sind die Anleihen im Innenraum – viele der Schalter wirken, als hätte man sie aus einer 94er C-Klasse geklaut und silbern lackiert. Hier wäre ein wenig mehr Sorgfalt kein Fehler gewesen. chrysler_crossfire_cabrio_1Das Fahrwerk liegt irgendwo zwischen Deutschen Abstimmungen und typischen US-Fahrwerken, mit Tendenz zur europäischen Auslegung. Dennoch poltert der Wagen auf schlechten Strassen schon mal und lässt sich nicht ganz so fein um Kurven zirkeln wie ein SLK – von einer typischen US-Sänfte ist der Chrysler Crossfire Cabrio jedoch Lichtjahre entfernt – die Rolle spielt bei Chrysler der Sebring.
Der Rest des Wagens ist jedoch sowohl liebevoll designed als auch relativ liebevoll verarbeitet – zumindest für einen amerikanischen Wagen, gute alte Mercedes-Solidität sollte man hier nicht erwarten.
Auch die Motoren sind bekannte Stuttgarter Konfektionsware und benehmen sich auch so – unauffällig, nicht gerade ein Ausbund an Temperament aber eben zuverlässig. Die Preise für den Chrysler als Crossfire waren neu relativ charmant, gebraucht liegen sie eher unter dem Schnitt.
Wer also einen Chrylser Crossfire Cabrio erwirbt, erhält eine verhältnismäßig charmante Technik, sehr knackig verpackt, zu einem überdurchschnittlich guten Preis.
chrysler_crossfire_cabrio_3Die Ausstattung ist rundherum gut – bester Motor ist der 3.2er, der schon bei Mercedes lange gute Dienste geleistet hat und den Wagen nicht nur gescheit antreibt und einen sehr angenehmen Klang hat – der Motor gibt sich hier sogar im Verbrauch akzeptabel. Und wenn man mal geschlossen fahren muss: die Klimaanlage macht ihren Job exakt so, wie man das von einer US-Klimaanlage erwarten würde – hier ist der Chrysler Crossfire Cabrio mit soliden Genen ausgestattet.