Frühling! Pflege-Session und Erneuerung

„Deinen Wagen aus der Tiefgarage holen“ – das klingt auf gewisse Weise immer so, als ginge es nur darum, die Garage zu öffnen, den Wagen anzulassen und herauszufahren.

Wir wissen es: Dem ist nicht so. Autos verrotten in Tiefgaragen auf eine ganz und gar eigene Weise.

In Tiefgaragen der Welt scheinen sich mehr Schwebeteilchen zu befinden, als in jeder anderen Luft der Welt….  Und für unsere Dächer und ihre oftmals komplexe und komplizierte Mechanik ist das gar nicht mal so gut.

Daneben gilt wie immer: Ein Cabrio will auch geliebt werden.

Wir haben mehr Mechanik in unseren Dächern, als komplette Fahrzeuge noch vor 30 Jahren hatten – zumindest fühlt es sich gerade bei den BlechdachTransformern so an.

Die Mechanik will gangbar sein, geschmeidig die Gummis, die die Dichtigkeit der einzelnen Teile an ihren Aufsatzpunkten sicherstellen sollen.

Nokian auf Focus CC

Dieser Zustand hält nicht lange… Aber das Abrollgeräusch – das kaum noch vorhandene – das bleibt wohl

Dieses Jahr haben wir ja mit den Reifen begonnen, was einem ein gutes Gefühl gibt. Die sind schon mal toll und geben dem Wagen ein regelrecht neues Fahrgefühl – smoooooth, sanft, weich und leise – vor allem gemessen an den bisherigen Reifen, die immer ein wenig so wirkten, als hätte man sie auch Stein zusammen gezimmert. Man meint gar nicht, wie viel Unterschied in der Federung der neue Nokian macht – und gerade beim Cabrio merkst Du das schon noch einmal.

Aber zwei Stunden on top müssen schon noch sein, bis auch der Rest für die Saison smooth ist und auch so rüber kommt. Das Dach schließt sauber – gar kein Ding – aber nach ein paar Spritzern Kriech-Öl hier, ein wenig Gummipflege dort und Sprühfett an den richtigen Stellen sieht das alles noch einmal ganz anders aus. Dann kratzt Du die Krümel von der Schwebeteilchen-Luft aus alle möglichen beweglichen Teilen. Das ist wirklich krass und tatsächlich nicht nur ein bisserl Sand und Pollen aus dem Vorjahr – und die Waschanlage hilft in den Regionen auch mal so gar nichts.

Kurzes Nachstellen der langen schweren Türen – auf den Scharnieren dieser Wagen liegt mehr Last als bei machen anderen Autos.

Und wenn dann jede Ecke vernünftig erreicht ist, wohlig in Fett und Kriechöl liegt und vernünftig gereinigt ist – dann, ja dann kann es auch wirklich losgehen. Und das ist im Moment dann wieder einfach groß, oder? Wir können uns an kaum einen Sommer erinnern, der so sehr explodiert ist, wie der Sommer des laufenden Jahres 2018 das tut!

Enjoy

Triumph Spitfire: Mein erstes Cabrio!

Ich war noch ein kleiner Junge, als mir der Triumph Spitfire das erste Mal im Leben auffiel. Ehrlich gesagt hielt ich ihn für einen Alfa Spider, bis mein Vater und mein Opa neben mir lachten. Wir saßen in einem mediterranen Straßencafé irgendwo in der Nähe des Drachenfelsen, das vermutlich heute immer noch so aussieht wie damals in den frühen 70ern und vor uns parkte eine Frau mit diesem Spitfire ein.

Eine dieser Frauen, die dabei eines dieser Kopftücher trugen, die so gedreht wurden, dass die Haare sichtbar blieben, aber beim Fahren aus dem Gesicht waren. Ich mochte das damals sehr und vielleicht war es sogar genau dieser Tag mit diesem leicht stichigen Sommer und dieser unglaublich unbeschwert wirkenden Frau, der später in mir diesen Stachel des Offenfahrens setzen sollte.

Der Triumph Spitfire jedenfalls sollte ein Teil davon sein – denn der bliebt mir über die Jahre meiner Kindheit im Kopf – auch noch, als der Führerschein zum Greifen nah war. Da gab es bei uns um die Ecke mal einen Spitfire zu kaufen, zwei große Querstraßen weiter. Bei unserer Wohnlage stand nicht in Frage, ob ich mit 18 ein Auto haben würde – meine Eltern hatten es schlicht satt, mich ständig irgendwo hin zu fahren. Die Frage war also eher: Wie weit durfte man als 17jähriger gehen….?

Ford TaunusIch überredete meinen Vater, sich den Wagen doch zumindest einmal anzusehen. Und mein Opa, der Jahre zuvor mit uns in diesen mediterranen Café am Rhein gesessen hatte, zockelte mit – das war wohl ein knappes Jahr, bevor er von uns ging. Da war er noch vollkommen fit und fuhr noch einen Ford Taunus 2,3. Ich war bereits für den Führerschein angemeldet, ich wusste, dass alle Köstlichkeiten der Tropen zum Greifen nah sein würden – und dieser Spitfire sollte gerade mal 4.000 Mark kosten. Gut – der war uralt – aber was bekam man denn spannendes für 4.000 Mark. Meine Eltern würden es fertig bringen und für einen Ford Fiesta votieren – oder noch schlimmer: Für einen Polo mit 40PS… NEIIIIN!

Das galt es um alles in der Welt zu vermeiden – es sollte ein cooles Auto werden!

Auch ohne eingehende Ahnung von der Materie war ich nach 20 Minuten Besichtigung tatsächlich erstaunlicher Weise davon überzeugt, dass mein Vater und mein Opa mir nicht aus irgendwelcher Boshaftigkeit oder Besserwissenheit des Alters den Spitfire verweigerten. Wahrscheinlich hätte sogar mein Opa den irgendwie cool gefunden – der Wagen war einfach runter. Und mein Opa erkannte, dass wir zu allem Überfluss nicht das rechte Werkzeug für ein britisches Auto hatten. Und ja: Irgendwie hatte er ja recht.

Wenige Monate später hatte ich die nächste Chance: Ein Spitfire 1500 – ein deutlich neueres Modell, etwa ebenso teuer und in vielen Punkten einfacher zu handhaben, beispielsweise bezüglich notwendiger Werkzeuge.

doch, der ist klapprig irgendwie

Mein Vater macht mit mir die Probefahrt – und an die Unfassbare Nähe zur Straße werde ich mich mein Leben lang ebenso erinnern, wie an die unfassbare Offenheit des Fahrzeuges. Du Sitzt praktisch gar nicht wirklich in einem Auto, sondern irgendwo um dich herum ist wohl Blech, aber das vergisst Du fast. Klar auch: Die Klapprigkeit des Wagens ist selbst in einem guten Zustand unfassbar. So ein Spitfire war konstruktiv so simpel wie eine Seifenkiste, Kurbelfenster galten bei solchen Wagen als Luxus – uund die Verwindungssteifigkeit war so wie sie war – für meinen Vater einfach nicht nachvollziehbar, das man so ein klappriges Auto haben wollte – und erst recht nicht, dass er es bezahlen sollte….

Einen Monat vor meinen Geburtstag spitzt sich die Situation ein wenig zu, als meine Eltern mit mir einen Polo (!!) besichtigen wollen. Irgendwo hört der Spaß doch wohl auf, oder? Wir einigen uns auf einen hässlichen Mittelweg: Meine Schwester ist noch 3 Monate im Ausland, solange kann ich ihren Kadett fahren. Hm… Grmmppff

Ich will einen Spitfire. Briten waren einfach immer konsequent, nie weichgespült, wie großartige Fahrzeuge wie der Landrover beweisen. Der Spitfire soll es sein.

Ich feiere meinen 18., bekomme meinen Führerschein. 4 Woche danach kommt mein Opa ins Krankenhaus, 3 Tage später ist er tot. Oma besteht darauf, dass ich den Ford Taunus erbe. Ich frage mich einige Wochen, ob man wohl das Dach absägen kann…

Mazda MX5 von 2011

Immer noch Yeah – MX5 aktuell

Mit dem Studium ändern sich meine Prioritäten ein wenig. Der Taunus ist alt aber bezahlt – und gilt in Uni-Städten als cooler Youngtimer, den ich mit seinem V6 sehr genieße, der ist cool und er bleibt einige Zeit bei mir. Als ich mir schließlich den Spitfire als zweiten Wagen erlauben kann, gibt es kaum noch welche. Und irgendwie finde ich gar nicht so gut, dass der zustand meist klapprig ist. Es dauert ein ganzes Jahr, bis ich den perfekten Spitfire gefunden habe. Es ist eines dieser seltenen Modelle, das Mazda produziert hat. Sie nennen den Spitfire MX5.

 

Frühjahr: Zeit, Deinem Cabrio Deine Liebe zu zeigen :-)

Yeah – mit den kleinen schmalen Reifen gab es sogar TÜV

Okay…. Dieses Jahr lief ja schon mal einiges deutlich besser als das vergangene Jahr. Keine tote Batterie, keine ewigen Basteleien – und der TÜV hat uns auch schon seinen Segen gegeben – zumindest, als wir die unbeschädigten Winterreifen drauf gezogen haben…

Reifen müssen wir uns jetzt wohl mal besorgen – solange kümmern wir uns erst mal um dieses andere Frühjahrs-Thema: Das Dach klingt beim ersten Öffnungsversuch schon reichlich nach März. Ui Ui Ui…. Da knirscht und knarzt das gesamte Dach, die Gummis sehen irgendwie nicht so ganz wach aus.

Unsere Favoriten in der niegelnagelneuen 2018er Verpackung. Ganz frisch 🙂

Hier sind die Metall-Dächer einfach noch unnachgiebiger, als alles, was Du je in Stoff gekannt hast – das klingt regelrecht vorwurfsvoll, oder?

Wir haben seit Jahren gute Erfahrungen gemacht mit Sprühfett von Presto. Von denen benutzen wir sonst im Grunde nichts aber deren Sprühfett ist einfach großartig zu dosieren, das ist wirklich weit besser als der Durchschnitt – und was die Qualität des Fetts angeht, können wir keine klugen Aussagen treffen. Wir verwenden das einfach schon so lange – wir haben schlicht keinen Vergleich mehr.

Gänzlich anders ist das bei unserem Gummipflege-Stift. Da haben wir in den vergangenen Jahre wirklich vieles probiert und auch bei Kälte erprobt und in der Wachstrasse beobachtet und alles, was man ohne Labor so tun kann. Und hier ist der Sonax Pflege-Stift unser Favorit. Ungeschlagen – unser qualitativer Held. Und nicht nur das.

Der Stift hat diesen Geruch… der riecht so ein wenig wie ein Wannenbad in den späten 70ern. Diese Art Schaumbäder, die Du als Kind geliebt hast… Das machen die doch absichtlich, oder? 😉

Aber die Qualität stimmt eben nach unserer Wahrnehmung – der Geruch sorgt nur dafür, dass die Anwendung, die vielleicht schon aufgrund des Zeitaufwandes und des Verbiegens der Rückenmuskulatur zwar keinen Spaß macht – aber irgendwie in der Anwendung eben von diesem Geruch überdeckt wird…. 😉

Zumal wir uns jetzt schon in der dritten Saison zwei Dinge fragen: Was soll dieser Geruch eigentlich? Mit Fett hat der doch so gar nichts zu tun… Purer Marketing Gag, oder? Aber hey: Bei uns hat es funktioniert 🙂

Zum Glück nahen die Oster-Feiertage – die segnen uns mit der Zeit, all das zu tun, was man über die dunklen Tage dieses düstersten Winters seit 1951 nicht getan hat.

Zeit des Erwachens? Zeit zu erwecken!

TÜV 2018 März

Wie immer: Wenn sie Dir die Plakette geben, denkst Du dir, dass das ja eine Ewigkeit ist – und plötzlich musst Du schon wieder zum TÜV

Zeit, den Schneemann zu töten. Die Bilder erster Cabrio-Fahrten nehmen auf Facebook wieder zu – selbst, wenn bei Dir vor der Tür noch Schnee-Reste liegen, dann weißt Du: Es muss was dran sein. 🙂

Nur noch schnell zum TÜV – bevor Du irgendwo angehalten wirst. Und dann stellst Du fest: Eins ist über den Winter nicht besser geworden -die  artig eingelagerten Sommer-Reifen…

Bei eingehende Prüfung stellst Du fest, dass Du Dir da in der vergangenen Saison eine fette Macke rein gefahren hast.

Die gesamte Flanke ist da offen und es ist beinahe ein Rätsel, wie einem so etwas eigentlich am Ende der Saison entgehen konnte.

Aber irgendetwas ist ja immer. Im Vergangenen Jahr war es die Batterie, die uns den Saison-Start graduell verhagelt hat. Aber hier ist klar: Es wird einen neuen Satz Reifen brauchen.

Sommerreifen Focus CC

Nach dem Winter: Irgend eine Überraschung lauert ja immer…

Ohnehin gibt der Reifensatz des Vorbesitzers Rätsel auf. Welcher vernünftige Mensch zieht Reifen auf einen Wagen auf, die die Geschwindigkeits- klasse bis 270 KM/H abdecken, auf einem Wagen, der gerade mal 200 schafft und zudem selten schneller als 130 bewegt wird?

So etwas erschließt sich uns nicht ganz – so recht zufrieden waren wir mit den verbauten Reifen aber eh nie. Bei geringen Geschwindigkeiten waren die mal eher laut – alles in allem kann man da sicherlich in Zukunft nur gewinnen – also schauen wir mal.

Am Ende des Tages wirst Du es aber ertragen, weil Du weißt, wie sich das anfühlen wird.

Wenn Du mit offenem Dach aus der Tiefgarage kommen wirst, gegen das Licht die Sonnenbrille aufsetzen muss und vielleicht noch warten muss, bis die Heizung richtig kommt – aber egal: Das Dach ist offen, Deine Welt ist wieder in Ordnung – da lässt Du Dich doch von solchen blöden Kleinigkeiten nicht  aufhalten, oder?

Weckruf!

Dieser Tage ist es wieder soweit und uns flattern die Rechnungen der Kfz-Versicherungen ins Haus. Und wie so oft werden auch in diesem Jahr einige dabei einen Schock erleben.

In der Versicherungsbranche greift tatsächlich eine Unart immer weiter um sich: Behavioural Pricing. Für uns als Kunden bedeutet das: Hier geht es nicht mehr darum, einen Risiko-gerechten Tarif für den Kunden zu ermitteln, sondern vielmehr darum, den Preis gerade eben so hoch anzusetzen, dass die statistische Wahrscheinlichkeit, dass wir als Kunden die Konsequenzen ziehen und kündigen, sehr gering sind. Statistisch ein erhabenes Verfahren – für uns als Kunden natürlich dennoch grenzwertig.

Mazda MX5

Zum Fahrspaß verpflichtet – aus Tradition 🙂 Und viele Versicherungen halten Cabrios daher im Moment mal wieder für böse und bestrafen das entsprechend

Wer da sagt „Ich will wissen, wie man die Autoversicherung kündigt„, dem kann man keinen Vorwurf machen, oder? Zumal dann, wenn man die Tatsache einbezieht, dass neue Kunden oftmals besser von den Versicherungen behandelt werden.

Gerade wir Cabrio-Fahrer werden dieses Jahr wieder an ein paar Stellen besonders heftig in die Tasche greifen müssen. Nicht nur Typ- und Regio-Klassen verändern sich (daran kann der Versicherer selbst nichts drehen), sondern Versicherer schauen sich auch einzelne „Risiken“ in ihrem Portfolio genau an – und in diesem Jahr haben dabei die Cabrios und die Allrader ziemlich schlecht abgeschnitten (was nicht unbedingt heißt, dass die seltenen Allrad-Cabrios auch automatisch doppelt betroffen sind…).

Die Zeit des Versicherungs-Vergleichens ist also hier für viele von uns gekommen. Das Gute ist, dass mit der erhöhten Rechnung ein Sonderkündigungsrecht einhergeht – in Normaldeutsch: Erhöht Deine Versicherung die Preise, kannst Du gehen. Am 30.11. können das die meisten sowieso.

Daher gilt ganz klar: Jetzt gerade als Cabrio-Fahrer sehr genau auf die Rechnung schauen und prüfen, ob eine Kündigung jetzt nicht Sinn gibt. Die Preise für Neukunden sind für den 1.1.2018 am Markt zurzeit wirklich niedrig. Lass doch die Versicherungen ihr Spiel spielen und treue Kunden bestrafen – und du spielst deines und spielst es clever 😉

Cabrio Kaufen / Verkaufen – Wann ist denn jetzt eigentlich die richtige Zeit?

Cabrio-Stammtische können mühelos zwei Stunden mit Impulsvorträgen bestreiten – selbst maulfaule Gesellen – wenn es darum geht, die Frage zu klären, wann der richtige Zeitpunkt im Jahr ist, ein Cabrio zu einem vernünftigen Preis zu verkaufen.

Mü-he-los.

Ist es die Winterpause, ist es das Frühjahr, ganz kurz vor der Saison, ist es vielleicht der Hochsommer für die Spätentschlossenen und offene Probefahrten – oder am Ende gar der Herbst, wenn alle glauben, ein Schnäppchen zu machen und die Preise nicht richtig vergleichen?

Eine sexistische Klischee-Theorie sagt sogar, es sei der Dezember, weil da Männer Cabrios kaufen, um sie ihren Gattinnen zu Weihnachten zu schenken – am Ende ist es also irgendwie das ganze Jahr 😉

Bei manchen Verkaufs-Bildern fragt man sich, ob der Besitzer den Wagen wirklich loswerden will oder eventuell nur unter familiärem Druck steht. Ein vernünftig in Szene gesetztes Cabrio ist die halbe Miete

Nerviger geworden ist eigentlich nur das Kaufen und Verkaufen mit all den Leuten, die vorbei kommen wollen, denen dann in der Sonne aber die Farbe nicht gefällt, die noch einmal vorbei kommen wollen, damit die Gattin Probe sitzen kann – und dann kommst Du für die Probefahrt früher nach Hause und die angekündigten Käufer melden sich nicht mehr, obwohl Du extra einen Tag freigenommen hast…

Wer da denkt, dass es da doch was von Ratiopharm geben muss oder irgendeinen wirklich professionellen Service, dem kann geholfen werden. Professionelle Auto-Markler (siehe hier), helfen Dir Dein Cabrio vernünftig los zu bekommen – und suchen nach demselben Muster sogar gleich das nächste für Dich – ganz unabhängig von der Saison und Jahreszeit übrigens 😉

Geht doch – richtig in Szene gesetzt hast Du die Zweieinhalb Prozent vielleicht schon längst wieder raus

Die Idee ist bestechend: Gegen eine Gebühr von 59€ wird Dein Wagen begutachtet, vernünftig in Szene gesetzt – und der Automakler selektiert die Interessenten. Oder in anderen Worten: Du bist die ganzen blöden Anrufe los. Und wenn es kappt, bekommt der Makler 2,5% des Verkaufspreises – keine absurde Summe, wenn man recht drüber nachdenkt – denn gerade bei etwas individuelleren Fahrzeugen verbringst Du leicht Mal ein paar Stunden mit dem Verkauf. Rechne das mal in Stundenlohn um und halte 2,5% vom Preis Deines Cabrios dagegen – das kann sich sehr schnell rechnen.

Und bequemer ist es allemal. Mal gespannt, wie sich das durchsetzt.




Entwintern ist blöd geworden

Früher, wenn Du Dein Cabrio aus dem Winterschlaf geholt hast, bist Du runter in die Garage, hast dir den Schlüssel geschnappt und wenn Du Pech hast, ging der Wagen erst beim zweiten Mal an.

Versuch das heute mal…

Während Du deinen Wagen im Winterschlaf weisst, verbringt dein Wagen seinen Winter damit, sinnlose Informationen aufzuzeichnen – und verwendet dafür den Strom, den Du eigentlich zum Starten brauchst. Im Gegenzug zeichnet der Wagen dafür unvorstellbar wichtige Informationen  auf wie etwa den Durchschnittsverbrauch im Stand oder ähnliche unentbehrliche Informationen.

Nach dem dritten Startversuch zeigt der Wagen dann Dinge an wie „Fehler im Motormanagement“. Als nächstes fährt plötzlich das Fenster der Fahrertür herunter – von wo es aufgrund der leeren Batterie nie mehr zurückkommt…. Jetzt hast Du einen leeren Wagen mit offenem Fenster, ausgezeichnet.

Okay – eine neue Batterie muss her. Ausgezeichneter Fund auf dem Weg dahin: Autobatterienbilliger, die auch stets die Maße und Lage der Pole angeben – unfassbar einfach und funktioniert vor allem – entgegen diverser anderer Seiten – auch hervorragend auf dem Mobiltelefon.

Um die neue Batterie dann einzubauen, reicht es nicht mehr, zwei Schrauben zu lösen und dann die Pole umzustecken. Nein… erst entfernst Du eine vollkommen sinnlose Kunststoffabdeckung, wobei dir nicht mal eine Schraube in den Motorraum fällt, sondern eine Steckverbindung, die du nun nie mehr wieder finden wirst, die Du aber auch nirgends nachkaufen kannst. Na gut, weg mit dem Ding, wer braucht Kunsstoffabdeckungen….?

Hurra, da ist sie ja, die Batterie. Wenn da nicht 12 Teile drüber festgeschraubt wären, könntest Du jetzt… Ach… Was soll’s… den großen Werkzeugkasten hervorgeholt… knappe 25 Minuten später hast Du alles abgebaut und kannst die Batterie herausholen. Weil der dafür vorgesehen Platz so eng ist, läuft ein Teil der Batteriesäure aus… Daran sollst Du später noch denken…

Was? Wir reden immer noch nur davon, den Wagen nach dem Winter zu starten? Ach ja, genau…

Versöhnlich… 🙂

Die Neue Batterie hat zwei Stopfen, die das Auslaufen verhindern. Cool. Problematisch nur: Die sollen raus, wenn die Batterie eingebaut ist. Hm… Jetzt musst Du dich entscheiden: Der Punkt ist nämlich: Ist die Batterie erst einmal eingebaut, kommst Du an den hinteren nicht mehr dran… Die einzige Möglichkeit: genau – du baust einfach ein paar Anbauteile ab, die im Weg sind. Dabei findest Du immerhin wieder die Steckverbindung von vorher…

Mittlerweile tut Dir der Rücken weg – was soll’s?

Kaum, dass die Batterie angeklemmt ist, hupt dich der Wagen einmal an und Du bist taub, während Du die restlichen Teile wieder einbaust. Dabei fährt in unregelmäßigen Abständen das Fahrerfenster mit seiner Absenkautomatik nach unten und wieder ein kleines Stück herauf. Das bleibt so, bis Du den Wagen das erste mal startest… Dann läuft der Motor zwar rund, aber das Motormanagement informiert dich darüber, dass ein Reset erforderlich ist. Das fest eingebaute Radio vertraut Dir nicht mehr und möchte jetzt einen Code von Dir….

Youngtimer sind die besseren Cabrios…



Mit Liebe: Neue Teile

Schon interessant, mit Cabriofahrern zu Beginn der Saison zu sprechen. Wir gönnen unserem gezwungenermaßen eine neue Batterie – und das ist schon eine eigene Geschichte in sich – andere gönnen ihrem Cabrio im Regelfall Liebe, Pflege, eine Handwäsche und ein bisschen Wachs.

Gerne auch mal ein paar neue Schluffen, was man zwar heute nicht mehr so exzessiv sieht wie früher mal – aber unter dem Blech tut sich ansonsten eher wenig, oder?

Spieltrieb in der Überwinterung 😉

Exotische Diskussion: „Ich gönne meinem Cabrio neue Bremsen“ – und eben dann auch nicht irgendwelche, sondern welche vom ausgewählten Bremsen Hersteller, Boutique sozusagen – das hört man eher selten – dabei steckt da ja durchaus etwas drin, wenn man sich in ein solch essentielles Teil seines Fahrzeuges mal hineinlebt und Bremsen mal mit Liebe kauft – von einem Hersteller mit ethischen Ansprüchen – und eben nicht bei ATU, von dem wir alle wissen (die meisten aus bitterer Erfahrung…), dass die Bremsen bei den meisten Einsätzen zur Verglasung neigen…

Mit Liebe: unsichtbare Teile wie Bremsen

Was wir leider auch oft genug sehen: Im März geht es den meisten erst einmal ums Losfahren, komme, was da wolle – da wird nicht nur nicht auf die Bremsen geachtet, da vergessen viele auch nach eine Winterpause mal einen Blick aufs Öl oder – noch viel sichtbarer – die Reifen. Gerade die sind ja auch bei Überwinterung noch immer sozusagen „beschäftigt“, oder?

Also: Mal hier uns da einen Blick riskieren, bevor wir losfahren, besser mal einen mit Liebe – und ruhig am Anfang auch mal mit ein wenig mehr Ehrfurcht fahren – nach einem halben Jahr Winterfremdeln ist so ein Auto für manche Fahrer so fremd wie ein Neuwagen…



On a Storytellers night: Cabriogeniesser 2017

Unsere Facebook Seite erwacht schon wieder

Der Murmeltiertag ist durch, du reibst Dir den Schlafstaub aus den Augen, schüttelst Dir die Strähnen aus dem Gesicht, die über den Winter etwas zu lange geworden sind und Du spürst: Ich brauche meine Cabrio-Frisur 😉

Wir spüren das ganz klar, weil sie so langsam wieder kommen: Die Bilder, die Bekenntnisse, die Aufrufe zum Fahren.

Benzin im Blut und die Geschichten von Sonnenuntergängen, Kurven und Bergsträsschen im Norden Ibizas, die kaum einer kennt… 🙂 Lovin it.

Aber im vergangenen Spätsommer haben wir beispielsweise auch einmal ganz andere Touren gemacht – im Flachland etwa – bei Seevetal mit Einkehr bei www.linde-hittfeld.de mit erlesener Küche an Orten, an denen das der Nicht-Eingeborene vielleicht nicht vermuten mag.

Oder unser Ausflug von der Wartburg nach Erfurt unter Strikter Vermeidung von Autobahnen entlang der gigantischen monokulturellen Felder, die die DDR-Agrar-Industrie dem gemeinsamen Deutschland vererbt hat. Surreale Schauspiele, die man mit 70 KM/H im 5. Gang erlebt.

Es muss nicht immer Kaviar sein – Aber Locations wie „Zur Linde“ erinnern dich auf eine ganz andere Weise daran, wie sich Qualität eigentlich bemisst

„Schau mal da – hast Du das gesehen?“ Entdeckungskultur fast wie zu Fuß, schon aufgrund des teilweise Sim-City-haften Flachlandes oder sanfter Hügel. Das ist ein ganz anderes Reisen, das wir früher auch nicht so auf der Rechnung hatten.

Abgesehen davon hat natürlich Deutschland auch sonst diverse Logistische Vorteile – oder mal Österreich in den weniger sommerlich radikalisierten Regionen.

Lasst uns da dieses Jahr ruhig einmal draufschauen – auf das Greifbare, dass Fassbare, das nicht immer im Grad der Exotik zu messen ist, sondern oft eher in der Entdeckung des Alltäglichen.

Der Taunus war in den 50er Jahren die zweitbeliebteste Tourismus-Region Deutschlands, die Deutsche Fachwerkstrasse eine Sehenswürdigkeit. Und das nicht nur, weil Italien im Käfer irgendwie weiter weg erschien als im Mercedes SLK mit 200PS, Klimatisierung und Navi.

So haben wir nicht gewettet.

Würdest Du auf der Karte nie aussuchen, ist aber eine Reise wert. Ohnehin ist Erfurt nicht nur fahrerisch, sondern auch touristisch und gastronomisch unterschätzt

Schließlich sind wir nicht im Passat TDI unterwegs, oder?

Cabrio Fahren ist auch immer ein Stück der Weg zurück zum Besinnlichen, zur Natur, zum Einfachen, zum Picknick.

Also: Schickt uns Eure Geheimtipps, lasst sie uns wieder neu sammeln, wie damals in 2008, als immerhin 43 Locations zusammen kamen, bei denen mach einer aufhorchen musste – oftmals mit dem Take-Away: Wer hätte gedacht, dass es bei mir vor der Tür so schön ist?

Wo fahrt ihr 2017 wieder hin, wenn die Sonne scheint?

Wir freuen uns drauf. Und wartet nicht zu lange.

Da ….!- ich sehe sie doch!

Das da hinten, das sind doch… ja – Sonnenstrahlen….! 😉

Meine Empfehlung

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Ihr seid alle Individuen…..! ;-)

Das Leid unserer Szene wird dir immer wieder bewusst, wenn Du ein paar Teile brauchst – und das dürfen auch gerne mal ein paar ganz einfache sein. Sofort merkst Du, dass Du einfach keinen VW Golf hast und dass andere es irgendwie leichter haben als Du, der Du mit dem Typen an der Theke stehst und über Winterrefifen für den Focus CC verhandelst.

Der legendäre und zu jung verstorbene Graham Chapman bei seiner Ansprache an die vielen Individuen....

Der legendäre und zu jung verstorbene Graham Chapman bei seiner Ansprache an die vielen Individuen….

„Focus CC? Ich hab hier Trend, Ghia….“

„Nein – CC – das Cabrio Coupe….?“

„Gibt’s hier nicht“

„Vielleicht unter Pininfarina….?“

Das sind dann schon wieder diese Momente…. Am Ende googelst Du die HSN / TSN Kombination, während Du noch im Laden stehst und alles ist gut – und da reden wir ja noch nicht von echten Ersatzteilen wie einem Öl- oder Luftfilter (Übrigens: hier bekommst du ihn, aber das nur ganz am Rande). Während Du das ja auf der einen Seite willst, denn für viele ist Individualität sicherlich einer der stärksten Kaufanreize geworden über die Jahre, in denen Cabrios immer ungewöhnlicher werden und Du immer bessere Ersatzteilpartner brauchst, ist das auf der anderen fast so nervig wie Youngtimer zu fahren oder andere Exoten – und das, obwohl ja die meisten Cabrios auf Großserienteilen beruhen….

Großserien-Individuen und Freizeitabziehbildhelden - that's what we are

Großserien-Individuen und Freizeitabziehbildhelden – that’s what we are

Naja – wir wollen mal nicht jammern…. Wie wir später beim Reifenhändler lernen – dieses Jahr ein sehr sehr „lehrreicher“ Besuch mit viel Sendungsbewusstsein – sind Typen, die Winterreifen für Cabrios kaufen eh „mit der Quaste gepudert“ – man ahnt, dass das mal eine richtige Redewendung werden sollte – aber he, was soll’s, wer wird da kleinlich sein? Schwamm drunter…. da muss man auch mal 4 gerade sein lassen… 😉

Neidisch bist Du dann schon eher auf die Typen am Counter neben dir, die Winterreifen für ihren Opel Cascada aufrufen. Das dauert keine drei Sekunden…. Gar nicht so übel, wenn der Hersteller dem Cabrio so einen richtigen eigenen Namen gibt, oder?

 

30.11. 2016 – Wüstenrot-Tag?

Mag sein, Du hast Dein Cabrio schon in die Wintergarage gebracht, wo es selig schlummert oder dein Saisonkennzeichen ging nur bis 09 und der Herbst ist nicht die zeit des Offenfahrens – es ist aber die zeit zu schauen, wie die Versicherung in der kommenden Saison aussehen soll – ganz gleich mit welcher Art Kennzeichen. Seiten wie kfzversicherungohneschufa.de weisen den Weg – und das ist erstaunlicherweise immer noch der Weg zu „billiger“ – bei den Kfz-Versicherungen mag nämlich noch immer keine echte Klugheit einkehren und sie unterbieten sich bei Neukunden mit immer wilderen Tarifen, um neue Kunden zu bekommen.

Cabrio Herbst

Herbst-Zeit ist nicht nur die Zeit, das Cabrio einzumotten – es ist auch die Zeit des Versicherungs-Wechsels – der 30.11 ist immer noch einer der wichtigsten D-Days im Autofahrer-Kalender

Gerade bei uns Cabrio-Fahrern haben sie leider in den vergangenen Jahren den Weg eingeschlagen: Es gibt einen guten Preis zum Einstieg und nach einem Jahr wird dieser erhöht, nach zwei Jahren noch einmal – oft nur in homöopathischen Dosen, damit man es nicht merkt. Der neue Schadenfreiheitsrabatt kompensiert es ein wenig – aber auch lange Sicht begreifst Du, dass Du mehr zahlst, als Du eigentlich solltest.

Keine Taktik, um Kunden lange glücklich zu machen, oder?

Auf diese Weise schaufeln sich die Versicherungen in Deutschland tatsächlich mittelfristig ihr eigenes Grab, denn am Ende des Tages kann man mit dieser Strategie keine treuen Kunden gewinnen – und nicht nur das: Man treibt sie förmlich in die Arme der Vergleichsportale, die in den letzten Jahren zurecht gut davon gelebt haben.

Fair betrachtet: Die Vergleiche sind mittlerweile auch oftmals wirklich besser als die WebSites der Versicherungen – und von persönlicher betreuen mag man gar nicht reden – willst Du 100€ jährlich dafür zahlen, dass dir irgendein Vertreter auf dem Sofa sitzt, mit dem Du dich dann am Ende auseinandersetzen musst, wenn Du zu einer billigeren Versicherung wechseln willst? Also: spätestens bis zum 30.11. einen Blick in die Rechnung werfen und vergleichen.

The dancing days are gone…



Mustang is back – globally!

Jetzt mal im Ernst: Fällt Dir irgend ein Grund ein, den Ford Mustang *nicht* cool zu finden?

Wehe, einer sagt jetzt „Der Vebrauch“ oder so – ihr Memmen! Einerseits ist das mal grundlegend kein Argument, auf der anderen Seite sind auch die Kollegen von Ford

Lenkrad auf der "falschen" Seite? Na endlich

Lenkrad auf der „falschen“ Seite? Na endlich

USA längst aus ihrer Bubble herabgestiegen und haben die Realitäten des Europäischen Marktes zumindest mal erkannt, wenn auch vielleicht noch nicht in allen Dimensionen begriffen.

Der Ford Mustang hat es geschafft, die Begehrlichkeiten des US-Muscle-Cars mit den Ansprüchen europäischer Strassen zu verbinden – und da muss man sagen: Hut ab – das ist eine Vision, die schon ganz andere in den letzten 30 oder 40 Jahren vollkommen hoffnungslos überfordert hat.

Ford hat es tatsächlich jetzt geschafft. Und das so erfolgreich, dass sich sogar der große Sprung lohnt, das Lenkrad auf die rechte Seite des Wagen zu verlegen. Fortan können auch jene Leute die Coolness der Ford Mustang Cabrios genießen, die das Lenkrad auf der „Falschen“ Seite des Fahrzeugs benötigen. Und irgend etwas sagt uns: Das könnte auch dort ein Hit werden. 😉

Mustang-emblemHier bestätigt sich auch noch einmal, dass man Retro auf zwei verschiedene Weisen machen kann: Man kann das so versuchen wie Volkswagen und den Beetle in einer lieblose formale Reminiszenz an das ganz ganz große Original bringen – das ist eine blöde Idee. Oder man macht es wie Fiat mit dem 500, wie BMW mit dem Mini und eben Ford mit dem Mustang und bringt ihn in einer zeitgemäßen Neu-Interpretation. Die Unterschiede liegen nicht in den Nuancen – die Unterschiede sind vielmehr gewaltig. Und der Move über den Kanal mit allem, was dazu gehört, zeigt das mehr als klar. So etwas tut Ford auch nur, wenn die Umsatzprognosen und Business Gases das als sinnvoll durchgehen lassen. Dass es den Wagen mit einer etwas absurderen und einer etwas (europäischeren) lebensnäheren Motorisierung gibt, die in die unterschiedlichen Tax Bands der Company cars perfekt zu passen scheinen, ist hier mit Sicherheit eine große Hilfe. Hier kannst Du Dir mal wirklich was gönnen.